Patient:innen mit Cholangiokarzinom
haben eine schlechte Prognose1
Was ist ein Cholangiokarzinom?
CCA ist eine hochaggressive, rasch fortschreitende und heterogene maligne Erkrankung, die von den Epithelzellen der Gallenwege ausgeht.1,2 Die Mortalität entspricht nahezu der Inzidenz, wodurch es zu den tödlichsten malignen Erkrankungen zählt und zunehmend zu einem bedeutenden Gesundheitsproblem wird.2 Obwohl es weiterhin selten ist, nimmt seine weltweite Inzidenz weiter zu – bedingt durch zunehmende Risikofaktoren und Fortschritte in der Diagnostik.2,3
Klinisches Erscheinungsbild
CCA verläuft im Frühstadium häufig asymptomatisch.1 Wenn Symptome auftreten, sind diese in der Regel unspezifisch (u. a. Asthenie, Bauchschmerzen, Krankheitsgefühl, Übelkeit, Anorexie und Gewichtsverlust), was die Diagnose häufig verzögert.1 Infolgedessen werden die meisten Patient:innen erst in einem fortgeschrittenen Krankheitsstadium vorstellig und kommen für eine potenziell kurative Operation nicht infrage.1 Daher liegt das mediane Gesamtüberleben bei Patient:innen in Europa mit inoperabler Erkrankung weiterhin unter einem Jahr.3
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Patient:innen mit fortgeschrittenem CCA haben eine
voraussichtliche Lebenserwartung von unter
5 Jahren4
Obwohl selten, nimmt die Inzidenz des CCA,
einschließlich des intrahepatischen
Cholangiokarzinoms, weltweit kontinuierlich zu1
Patient:innen mit Cholangiokarzinom stehen vor
einer Reihe therapeutischer Herausforderungen1,5,6
der Patient:innen mit CCA werden in
einem fortgeschrittenen Stadium
diagnostiziert, wodurch die
Behandlungsmöglichkeiten eingeschränkt sind1
der Patient:innen mit intrahepatischem CCA,
die operiert werden, erleiden innerhalb von
24 Monaten ein Rezidiv5
Bei Patient:innen mit CCA kommt es aufgrund krankheits- und behandlungsbedingter Symptome zu einer raschen Verschlechterung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität6
Anatomische Klassifikation
CCA wird entsprechend seines anatomischen Ursprungs klassifiziert.2
- Das intrahepatische CCA (iCCA) entsteht in den Gallengängen innerhalb der Leber2
- Das extrahepatische CCA (eCCA) entsteht in den Gallengängen außerhalb der Leber:2
- Das perihiläre CCA (pCCA) entsteht an der Vereinigung des linken und rechten Lebergangs
- Das distale CCA (dCCA) tritt im Ductus choledochus distal der Hepatikusgabel auf
Diese anatomischen Subtypen unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich Lokalisation und klinischem Erscheinungsbild, sondern auch in ihren zugrunde liegenden molekularpathologischen Eigenschaften.2
Molekulare Alterationen nach Subtyp
Das CCA ist genetisch heterogen und weist je nach anatomischem Subtyp unterschiedliche molekulare Alterationsmuster auf.2 Das Verständnis dieser Unterschiede gewinnt für die Prognoseeinschätzung und therapeutische Entscheidungsfindung zunehmend an Bedeutung.2
IDH1/2
KRAS
TP53
FGFR2
BRAF
ERBB2/3
Adaptiert nach Banales JM, et al. 2026.2
Klinische Relevanz
Im Vergleich zu den anderen Subtypen weist das iCCA häufiger zielgerichtet behandelbare Alterationen wie IDH1/2-Mutationen und FGFR2-Fusionen auf.2
IDH1/2
KRAS
TP53
FGFR2
BRAF
ERBB2/3
Adaptiert nach Banales JM, et al. 2026.2
Klinische Relevanz
Die molekularen Eigenschaften des pCCA überschneiden sich mit denen des distalen CCA, wobei im Vergleich zum iCCA weniger therapeutisch adressierbare Kinasefusionen vorliegen.2
IDH1/2
KRAS
TP53
FGFR2
BRAF
ERBB2/3
Adaptiert nach Banales JM, et al. 2026.2
Klinische Relevanz
Das dCCA ist überwiegend durch etablierte onkogene Treiber wie KRAS und TP53 gekennzeichnet.2
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CCA: Cholangiokarzinom; dCCA: distales Cholangiokarzinom; eCCA: extrahepatisches Cholangiokarzinom; FGFR: Fibroblasten-Wachstumsfaktor-Rezeptor; iCCA: intrahepatisches Cholangiokarzinom; IDH: Isocitrat-Dehydrogenase; pCCA: perihiläres Cholangiokarzinom.
Literatur: 1. Banales JM, et al. Nat Rev Gastroenterol Hepatol. 2020;17(9):557–588; 2. Banales JM, et al. Nat Rev Gastroenterol Hepatol. 2026;23(1):65–96; 3. Izquierdo-Sanchez L, et al. J Hepatol. 2022;76(5):1109–1121; 4. Goyal L, et al. Cancer Treat Rev. 2021;95:102170; 5. Choi WJ, et al. Ann Surg Oncol. 2022;29:4337–4353; 6. Hunter LA, Soares HP. Cancers (Basel). 2021;13(20):5074.